Sonntag, 12. Oktober 2014
Die Vivisektion einer brennenden Kippe
Die Vivisektion
einer brennenden Kippe
verkohltes, rohes Fleisch

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Dienstag, 21. August 2012
Nicht enden wollende Zungen
Haar – ein schmutzig-blondes, dahin-mäanderndes Flussdelta, das sich von steinernen Schultern herab in ein Meer aus kalter Luft ergießt und dessen Gischt Laternen zu Auren aus Pusteblumen und geronnenem Licht verformt, während wir mit Schablonen auf den Boden gesprüht werden, in difizielen Posen nach Luft ringend.

Ein stechend-goldener Speer durchstößt panzerbrechend Häupter und Herzen, Fleisch, Aluminium und Silber und ein Sprühnebel aus zerfallenden Atomen entblößt Silhouetten in kochend heißer Luft verzerrt über Fernstraßen wie in gebogenen Spiegeln und stapeln Verwirrung ob der Millionen mikroskopischer Veränderungen – nackte Füße, heißer Asphalt.

Selbst wenn Tränen, fließende Funken, Narben in Maskengesichter graben und die Wut Kehlen in eine Schrapnellen verwandelt und Hautsplitter meine Augen sinnlos machen, offenbaren sich Engel, deren Küsse in Leiber geschnitzt zu werden scheinen.

Die frühen Abende, die mit ihren 17:45:23-, 24-, 25-Sekunden-Augen und ihrem 04. November-Lächeln von unter unseren Betten heraus lugen, brennen den Sehpurpur Schwarz und Weiß in Netzhäute ein und begraben sich selbst in interpreatationsunfähigen Nervenimpulsen in Gehirnen

Epische Schlachten zwischen Schwarz und Weiß im Kampf um die Vorherrschaft über die Dualität und ausgehängte Kiefergelenke und Sehnenrisse im Hals, betrachtet aus Nähe und Distanz, führen Zellhaufen zueinander wie Lokomotiven unter Volldampf auf Kollisionskurs.

Dem Surren in leeren Köpfen erwachsen Detonationen wasserstoffbombengleicher Auswüchse und versehen graue Backsteinwände mit einem Graffito aus Ziffern und Bildern und Augenblicken und einem Canyon aus Frostschutzmittel.

Bergen aus sozialisiertem Müll und Vorsprüngen chlorfrei gebleichten Zellstoffes und Wasserfällen aus Augentropfen entsteigt ein Messias aus Abraum von Gebäuden, in denen einst die Zukunft geschmiedet wurde wie Ringe aus Regenwolken und Dornenkronen.

Überbelichtete Schwarz-weiß-Photographien von Wildunfällen und Hungerödemen schlaksiger Afrikaner, vorgefühert als Lehrfilme für maßanzugtragende Erwachsene, um ihnen Strebsamkeit zu lehren, zum Erbrechen reinen Kupfers führend als Belohnung.

Gravitation verbiegt Geraden zu Spiralen zu Fingerabdrücken zu DNA und dividiert alle Variablen und erschafft immer neue Quotienten der Relation von Größe und Wärme und Fleisch – auf dass die Quotienten Regenbögen speien, um die Relation zu bloßen Leben zu erheben.

Ein Thron aus strahlend heißen Spaltmaterial, auf dem Wissen erbrochen, Liebe ausfällt und sich Erinnerungen mit Heftpflastern ablösen lässt, ist eine kolossale Errungenschaft des Rückschritts, der uns immerzu unsere Wangen mit nassen Funken zu benetzen vermag.

Gewaltige Porträts aus Megapixeln verschwimmen und ändern ihre Farbe wie Chamäleons auf Brückengeländern, bezogen auf die Speicherkapazität des Hard Drives unter knöchernen Xylophonen und der Rechenleistung des rohen, artifizilen Prozessors auf diamantenbesetzten Hälsen.

Nitrat lässt Extremitäten in den bernsteinfarbenen Himmel fliegen, beobachtet von 3D-Brillen und Popcorn mampfenden Zähnen, bereit, Applaus für stumme Unterhaltung zu spenden, welche das individuelle Fortschreiten der Zeit begreiflich macht.

Liberianische Passagierschiffe beladen mit abtrünniger Liebe, auf dem Weg einen neuen Kontinent zu erobern, auf dem die Liebe zu Boden falle und wachse wie Urwälder aus Weizen, um alle Menschen zu ernähren wie das Brot und die Emulgatoren.

Gläserne, androgyne Figuren aus Kristallglas in üppigen Feldern aus Videokameras und Plastikblumen, schneller wachsend als die Sprache, deren Adoleszenz schneller als eine Gewehrkugel erschien und ihre Nutzer infantil und emotional daniederliegend hinterlassend auf Böden aus Steinwolle.

Pastellfarbene Revolverblätter drucken duftende Anleitungen für den Genozid an mächtigen Golems, mit nichts anderem beseelt als mit Wünschen für eine warme Mahlzeit, sich treffenden blauen Augen und Feigenblättern.

Puppen mir Rasierklingen aus seltenen Erden malträtiert in purpurrot gefliesten Räumen, mit glutoraler Gewalt am Aufbruch gen ihrem Utopia gehindert, nur mit der Hoffnung Grenzen der Projektionsfigur zu überschreiten und der Erinnerung an den Geschmack von Gladiolen auf der Zunge.

Synthetische Klänge und mechanisches Augenzwinkern bei den Fragen nach Kaffee und Erlösung von Schuld und Sühne, nach Wasserstoffexplosionen und dem Wunder von rostigem Blut – Entschuldigungen und Lügen zu unterscheiden am aufsteigenden Feuer aus liquidem Bitumen.

Kindliche Veteranen aus weit entfernten Kriegen, sich mit Lauge und Kalk und Marihuana bearbeitend, dem Erstickungstod nahe, da sie dem Farbspektrum unkontrollierbares Katmiumgelb und schrilles Wehklageorange und ätzendes Tränenrot und erblindetes Natriumweiß schenkten, als Geste für die Ausrottung des unsichtbaren Lebens in ihren selbst.

Kollabierende, menschliche Pyramiden, flankiert von neonblauen elektrischen Ahornblättern, Gräben in rissige Böden aus Peccorino und Gallensaft zeichnend, beschwören Zweck und Mittel in eine nahe Dimension, in der Wind wie eine liebliche Umarmung über Mangafiguren hinweggleitet.

Stahlblaue Augen im Wechselspiel von Licht und Schatten eines kastrierten Eichenbaumes, apathisch das Muster aprikotfarbener Raufasertapeten erahnend, verbergen ein Königreich der Macht des Unmöglichen und der Übermacht negativer Phantasie, während Sehpurpur langsam ein totes Einhorn porträtiert.

Integritäten physischer und psychischer Natur, mit besten Wünschen leichten Herzens an Postfächer alter Kolonialgebäude versendet, besetzt von ältlichen Beamten, denen die kryptische Unterweiseung nicht verständlich werden wird und bei dem Versuch, sich durch Verdrängung zu entspannen, in ungeerdeten Badewannen den ewigen Schlaf erfahrend, verwesen im Zeitraffer an Autodächern in Häuserschluchten.

Pubertierende Insekten in schwärzlich-braunen Fluoridschlössern, vertrieben von den Nachwehen der Securitate und Marktwirtschaft, erspäht durch feuerspendende, kapitalistische Optiken aus dem Material der Festung der Einsamkeit, dem ewigen, mythologischen Traum durchfahrend, die schüchtern-plötzlichen Grenzen ihrer Abhängigkeit wie Donnervögel zu umfahren, auf der Suche nach immanenter Transzendenz.

Sturzbäche herausgetrennter Collegeblockseiten und filetierten Photos voll Erinnerungen und Ideen flattern in Richtung Firmament, wo sie kondensieren werden und als Wörter herabregnen und als Blitze einschlagen werden, kleine Pfützen ansammelnd, aus denen zu trinken epileptische Erleuchtung beschwört über Lypmflüssigkeit und gefrorene Erbsen.

Drei Sonnen, eine im Fleckenzyklus Löcher einer Bowlingkugel aufweisend, projizierte die Schatten von zwei Küssenden an Leinwände aus Backstein, in der Nähe eines Parks voller Obdachloser und Schausteller und Blumen, und lassen diese und nur diese um der Reise Willen in der Nachmittagssonne aufbrechen wie Polo und Columbus einst nach Muskatnüssen und Pfeffer.

An den grauen Tagen, an denen Titanenwolken aus dem Himmel zu stürzen drohen und sich Panoramafenster in Regionalzügen in unscharfe schwarze Spiegel verwandeln, erscheinen stets Momente, kürzer als ein Protonenzerfall oder ein Augenzwinkern, in denen sich selbst Ozimandiaz, König der Könige, marginal fühlte und akuter Eisenmangel zu schneidenden Melancholieanfällen führt.

Im Lichte der orangenen Tunnelbeleuchtung rhythmisch flackernden Augen, teilnehmend an Schnitzeljagden auf der Suche nach Gefühlen und Originalhandschriften und Zukunft und Lavendelsäckchen und heißer Schokolade – und doch auf der Flucht vor den Dämonen betrunkener Nächte und erstem Samenerguss.

Affenhirneis mit Dillbohnen als Henkersmahlzeit für Delinquente an Schnee und Licht und Suizid, die sich an der Erlösung schändlich taten und alten und jungen in schwere Ketten legten, um halbentschwundene Seelen mit stumm verzerrten Gesichter vor unerfüllbarer Sehsucht nach einer Existenz als einzigartige Schneeflocken und liebkosenden Sonnenstrahlen von der Ekstase abhielten.

Schwanensee, aufgeführt hinter Glasbausteinen in den Grundfarben auf pseudominimalistische Art und Weise, begräbt Erwartungshaltungen nach Pompösität zaghaft unter einem brennenden Haufen aus schwarzen und weißen Federn, fälschlich wiedergegeben in kryptischen Chroniken voll ausbrechender Hs und Gs.

Crackhead-Impressarios und agraphische Schriftsteller und inkorrekte Zellteilungen in organischen gewachsenen Städten in arabischem Stil treiben das Schicksal weiter als wohlüberlegte Entscheidungen an Weggabelungen nach Fortbestand und Untergang normativer Konstruktionen, übergangen von Reproduktionsmedizin und Leerverkäufen in rissigen Gebäuden im Untergrund.

Giftgas aus Maccadamianussmehl, zu peripherem Kribbeln an Koksnasenspitzen und Sonnenblumenblättern führend, erzwingt reinigende Schwälle wahrhafter Redseligkeit, in dem einsame Politiker und borderlinegestörte Therapeuten, von einem reinigenden Wirbel aus silberner Gischt begleitet, über Verfehlungen von Kinderprostitution und Bipolarität haluzinieren und in ihren Hirnen die Vision von einer weniger schlechten Welt die Blut-Hirn-Schranke zu sprengen drohen.

Neonleuchtende Pferde mit plattierten, menschlichen Nasen, wie eine leuchtend zersplitterte Christbaumkugel auf holzimitierendem Linoleum auseinander stiebend, auf ihrem Ritt durch zähen Nebel, verborgene Pulsare aus Benzintümpeln aufwirbelnd, in stetiger Erwartung der wohligen Gewissheit der Niederlage ob des bevorstehen Schlages ins Genick und der süßen Traumes von Salzkristallen und wehenden Mähnen.

Osterporotische Mannequins und anorektische Savants, aus Kasernen ausrückend, bewaffnet mit Hämmern aus Blei und Sicheln aus Quecksilber, angetreten um eiserne Diktate aus Logik und Kontrolle durchzusetzen, auf dass noch mehr Brennstoff für die traurig knisternden Aufsätze antisemitischer Holocaust-Überlebenden zu liefern sei und ungenutzte Abwärme erzeugt werde.

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Neurodelirium
Ich bin die Spur kosmischer Leuchtspurgeschosse.
Ich bin eine in eine Eiche eingeritzte Liebeserklärung.
Ich bin die fragile Architektur eines wunderschönen Traumes.
Ich bin die merkwürdige Handschrift eines psychisch Kranken.
Ich bin das fleischfressende Frostschutzmittel in einer traubenblauen Vene.
Ich bin eine vor Jahrzehnte stehengebliebene Uhr.
Ich bin der Brilliantschliff einer abenteuerlichen Phantasie.
Ich bin die letzte aufsteigene Blase in schalem Champagner.
Ich bin das ohrenbetäubende Geräusch unbehaglicher Stille.
Ich bin die wärmende Erleichterung nach der Anspannung.
Ich bin eine Grube in eiseskalter Erde.
Ich bin die biochemischen Prozesse in einem jugendlichen Körper.
Ich bin der sommerwarme Regen auf der Haut.
Ich bin das verlorengegangene Gefühl für die Dunkelheit.
Ich bin eine an den Augen nagende, himbeerfarbene Wand.
Ich bin frischer Wundschorf an einer aufgeschnittenen Hand.
Ich bin die unerwiderte, bleibende Zuneigung.
Ich bin eine himmelweite, auberginenfarbene Gewitterfront.

Ich bin eine Einschränkungen einleitende Konjugation.
Ich bin die Sekunde vor dem Kollaps der Gebäudestatik.
Ich bin ein beerenschwangerer, frierender Baum im Winter.
Ich bin die Ecken und Kanten einer imperfekten Kugel.
Ich bin eine tiefer Atemzug voll Giftgas.
Ich bin eine endlose Sekunde der Schwerelosigkeit.
Ich bin das kristallisierende Wasser in tieferen Gewebeschichten.
Ich bin ein white out.
Ich bin die quälend lange Rechtschreibprüfung einer Office suite.
Ich bin der schnell streichende Wind an schwarz-kalten Sträuchern.
Ich bin eine plötzlich einsetzende Selbstwahrnehmungsexplosion.
Ich bin das elende Geräusch der Berührung zwischen Fleisch.
Ich bin die Momentaufnahme eines fallenden Soldaten.
Ich bin ein Liter Arsen in einem aufrührerischen Schläfenlappen.
Ich bin ein Gedicht aus Strichen eines stumpfen Stiftes.
Ich bin ein unleserlich von Abschied kündendes post-it.
Ich bin ein Zeilenumbruch am Rande der Unendlichkeit.
Ich bin der Analphabetismus in der Dritten Welt.

Ich bin eine leere Packung Paroxetin auf einem Badezimmerboden.
Ich bin das vielversprechend letzte Ächzen einer Ziegelwand.
Ich bin der eklatante Mangel an Selbstreflektion.
Ich bin das stumpfe Gefühl knitternden Papiers in zitternden Händen.
Ich bin ein berstenden Blutgerinnsel im Hirnstamm.
Ich bin der allmorgendliche Waldbrand am östlichen Horizont.
Ich bin ein weggestoßenes Luftmolekül.
Ich bin das meditative Hoffen auf Aufgabe.
Ich bin das durch schmutzige Gardinen gedämpfte Abendlicht.
Ich bin das wütende Brüllen eines Löwen.
Ich bin das leise Knacken eines Knochens auf einer Steinterrasse.
Ich bin ein gewaltsamer Exzess einer Bande Ausrufezeichen.
Ich bin ein von einem Regenbogen gerissener Krater in der Erde.
Ich bin ein durchaus amüsanter Gendeffekt.
Ich bin der unter den Füßen verlorengegangene Boden.
Ich bin das monotone Hoffen auf Erlösung.
Ich bin die Asymmetrie.

Ich bin der Wirbel eines Sonnensystems aus Dreck.
Ich bin die vakuumgleichen Söge zu Füßen der Niagarafälle.
Ich bin die freudige Erwartung im Hinterkopf eines Selbstmordattentäters.
Ich bin ein kranker Geist in einem gesunden Körper.
Ich bin eine Landmine auf einem Reisfeld im Goldenen Dreieck.
Ich bin die zweckentfremdete Hülse eines Lippenstiftes.
Ich bin das melodische Flackern einer defekten Neonröhre.
Ich bin eine überflüssig gewordene Hierarchieebene.
Ich bin ein alles verschlingender, multilingualer Wortzunami.
Ich bin der einzig reale, jemals betretene Ort.
Ich bin der Sand der Sahara über den Küsten Südeuropas.
Ich bin der jähe Ende eines neuronalen Sonnensturms.
Ich bin ein schwächlicher Moment süßer Glückseeligkeit.
Ich bin die verwischte Tinte eines letzten Willens.

Ich bin ein blauer Fluss voll welker Herbstblätter.
Ich bin die den Sternenhimmel aussperrende Lichtverschmutzung.
Ich bin der Pionier der alltäglich stattfindenden Trivialität.
Ich bin ein im Frühlingswind verlorengegangener Gruß.
Ich bin der spannende Wendepunkt in einem Pornovideo.
Ich bin der erstickte Ton einer gerissenen Gitarrensaite.
Ich bin das verspottete Talent des Vincent van Gogh.
Ich bin ein unerfülltes Bedürfnis in der Maglow'schen Pyramide.
Ich bin die eingeschränkte Ausdrucksform der Schriftsprache.
Ich bin das fortwährend erodierende Hoffen auf Besserung.
Ich bin die abgestorbene Haut auf den Lippen.
Ich bin ein in warmem Wasser vergehendes Korallenriff.
Ich bin ein dahintreibender Kontinent aus Plastik.
Ich bin das facettenreiche Desinteresse des endenden Tages.
Ich bin ein überquellendes Gefäß der Ambivalenz.

Ich bin der erotische Tanz der Staubkörnchens im Sonnenlicht.
Ich bin ein lauernder Pelikan an einem nebligen Kai.
Ich bin eine zu Täuschungszwecken aromatisierte Kranichbeere.
Ich bin das langsame Ende eines ukrainisches Straßenhundes.
Ich bin ein Geschlechtsunterschiede überwindendes Antioxydant.
Ich bin das falsche Kreuzchen auf einem obligatorischen Wahlzettel.
Ich bin der heimtückische Tod in Gestalt einer defekten Heizungsanlage.
Ich bin ein im Kerzenlicht aufgedunsener Schatten im Halbdunkel.
Ich bin das tote Schwert eines legendären Samurai.
Ich bin die totale Verblüffung über die Ausmaße eines Genizides.
Ich bin die andauernde Schwäche wahrer Inspiration.
Ich bin die malträtierten Schleimhäute in einem Kinderbordell.
Ich bin die Live-Übertragung eines im Entstehen begriffenen Unglücks.
Ich bin die roten Lichtersteifen auf einer überfüllten Autobahn.
Ich bin der ungerechtfertigte Wert eines Klumpen Goldes.


Ich bin ein alter Stern an einem permanenten Minenfeldhimmel.
Ich bin das krachende Echo eines Lachen gleichenden Geräusches.
Ich bin die überblendende Gewöhnlichkeit des Seins.
Ich bin die wolkenbrechende Schlaflosigkeit um vier Uhr morgens.
Ich bin das aus einem Hydranten sprießende, funkelnde Lichtspektrum.
Ich bin die elende Diskrepanz zwischen Soll und Ist.
Ich bin die liebespendende Abwärme eines Notebooklüfters.
Ich bin der schmerzliche Verlust beim Verkauf von Cocapaste.
Ich bin das aufgeregte Funkeln der Blitze an einer Oberleitung.
Ich bin die nach rechts verschobene Ausgangsstellung auf einer Tastatur.
Ich bin die sonnige Gleichgültigkeit gegenüber dem bevorstehenden Ende.
Ich bin ein in Sweaterform gepresstes, petrochemisches Erzeugnis.
Ich bin eine imaginäre Trennlinie zwischen Adoleszenz und Heuchelei.
Ich bin ein aus Wachs geformtes Wimpernschalleben.
Ich bin die geniale Erfindung eines neues Ausdrucks für das Wort „Schwert“.

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